Idee und Geschichte der Anarchie

„In jeder Tasche eine Bombe, angefüllt mit Dynamit, den Mordstahl in der einen, die Brandfackel in der anderen Hand – so stellt sich ein Gegner des Anarchismus in der Regel einen Anarchisten vor. Er erblickt in einem solchen einen Menschen, der, halb Narr, halb Verbrecher, nichts weiter im Sinne hat, als die Ermordung eines jeden, der nicht seiner Meinung ist, und dessen Ziel der allgemeine Wirrwarr, das Chaos, ist.“

Die 120 Jahre alte Einschätzung des deutschen Anarchisten Johann Most hat kaum an Gültigkeit eingebüßt: Wann und wo auch immer Chaos und Terror herrschen, Menschen einander fernab offizieller Kriegshandlungen verstümmeln und abschlachten, wittern die bürgerlichen Medien unisono die Anarchie am Werk. Der Vortrag „Freiheit und Sozialismus – Idee und Geschichte der Anarchie“ räumt mit solchen Vorurteilen auf. Hierbei wird der Bogen von den Ursprüngen der internationalen ArbeiterInnenbewegung über diverse anarchistische Revolutionen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis hin zu emanzipatorischen Kämpfen der Gegenwart geschlagen. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, sich mit den Referenten über die Aktualität des anarchistischen Gedankengutes auszutauschen.

Vortrag am 15. Mai um 19 Uhr